sábado, 14 de junho de 2008

VON HAMBURG NACH MADEIRA - MAX RÖMER

Luar sobre a Baia do Funchal - Max Römer
In meiner Kindheit hörte ich oft Leute Bemerkungen zu Gemälden eines Deutschen mit Namen Max Römer machen. Als ich versuchte, an weitere Informationen über diese Person zu gelangen, tat sich immer ein unerklärlicher Kenntnismangel auf: niemand konnte mir konkrete Einzelheiten zu Leben und Werk dieses Künstlers zukommen lassen. Ich wußte, daß er auf der ganzen Insel Madeira eine beachtliche Anzahl von Werken vollendet hatte und in einer Kapelle eines Landgutes von Familienangehörigen in Água de Pena religiöse Bilder gemalt hatte.
Nach einigen Jahrzehnten entdeckte ich durch einen großen Zufall ein Aquarell, das die Theorie völlig bestätigt, daß er wirklich an dem genannten Ort war. Erst jetzt war es mir möglich, über den so wenig bekannten und gleichzeitig von den Madeirensern so sehr geliebten Max Römer genauere Hinweise zu bekommen. Durch einen im Sommer 1988 in der Zeitschrift Atlântico erschienenen Artikel mit einem Text Eberhard Axel Wilhelms, der sich für Werke von Deutschsprachigen zur Insel Madeira interessiert, gelang es mir, die vorliegende Information zu sammeln, die in sehr zusammengefaßter Weise innerhalb der Möglichkeiten anderen Auskunft erteilen möchte, die sein Werk schätzen.
Max Römers Leben beginnt am 22. November 1878 in Hamburg. Er war der Sohn des Carl Heinrich Wilhelm Römer und der Maria oder Marie Sophia Catharina Römer und wurde am 25.12.1879 in der Hamburger lutherischen Peterskirche getauft. Er lernte die aus Java stammende Louise Kätchen Parizot in der Firma „Ledertechnik Holbe“ kennen, für die er zeichnete. Später heiratete er diese junge Frau am 24.5.1902, und sie hatten die Kinder Max Römer (Hamburg, 20.4.1902 – 1920); dessen (nach acht Tagen verstorbenen) Zwillingsbruder; die ledig gebliebene Malerin und Hausfrau Anita Kätchen oder Anita Louise Römer (Hamburg, 6.12.1904 – Funchal-São Martinho, 30.10.1934); Rolf Reinhold Römer (geboren in Hamburg am 30.10.1909) und Valeska (Valli) Melati Römer (Hamburg, 8.1.1911 – Funchal, 25.8.1988).
Max Römer leistete seinen Militärdienst von 1915 bis 1918 im Ersten Weltkrieg ab und nahm dabei an der Front in der Champagne und an der Somme teil und kämpfte in Rumänien und Griechenland mit. Nach Kriegsende beschloß er, von einem dänischen Freunde beeinflußt, der ihm die Schönheit der Insel Madeira in den herrlichsten Farben schildert, sich auf dem Dampfer „Curvello“ des brasilianischen Lloyd einzuschiffen und in Begleitung seiner Frau Kätchen und seiner Kinder Rolf, Anita und Valeska zu dieser Insel zu reisen.
Auf Madeira beginnt er sein unablässiges Werk und bringt dabei 38 Jahre lang das Bild und die Bräuche dieser Insel zu Papier. Einige seiner Werke sind in einer Extranummer vom 25.3.1925 der Publikation Illustrirte Zeitung veröffentlicht, die Madeira und dem Werk dieses Hamburgers gewidmet ist und einen Text Emil Franz Gesches, des damaligen deutschen Konsuls in Funchal, enthält. Er wohnte in São Roque, der Estrada Monumental und zum Schluß bis zum Tode in der Major-Reis-Gomes-Straße.
Seine Arbeiten umfassen eine Mischung aus Themen, die im Madeiraarchipel im Sankt-Lorenz-Palast, in São Vicente, auf Porto Santo und in der „Madeira Wine“ und in Deutschland in der Berliner Halle der Dresdner Bank und in der Hamburger und Bremer Stadthalle zu sehen sind, ferner Darstellungen für die Dampfer „Großer Kurfürst“, „Fürst Blücher“ und „Imperator“. Er arbeitete mit verschiedenen Materialien und schuf Ölgemälde, Kohlezeichnungen und Guachen, doch waren es seine Aquarelle, die ihm zu dem Ruf verhalfen, den er noch heute besitzt. Außerdem stellte er z. B. Werbearbeiten für madeirensische Firmen und Kinos, Plakate für den Tourismus, Ansichts- und Festtagskarten her.
Sein Tod trat am 18.8.1960 ein, als er 81 Jahre alt war. In Funchal lebten seinerzeit seine Frau, die später fast 100jährig verstarb, und die Tochter Valeska, wohingegen der Sohn Rolf in Deutschland lebte. Am 26.4.1984 ehrte de Autonome Region Madeira Rolf und Valeska Römer; der Sohn hatte Madeira damals das künstlerische Werk des Vaters geschenkt
Max Römers Arbeiten
Es ist unmöglich, sein gesamtes Werk zu beschreiben, da es mir in seiner Gesamtheit nicht bekannt ist und weil seine Arbeiten über verschiedene Teile der Welt verstreut sind. Noch vor kurzem wurden viele Bilder dieses deutschen Malers in einer nordamerikanischen Kunstgalerie versteigert. Ich werde einige Reproduktionen in Postkartengröße herausstellen, bei denen es sich um diejenigen handelt, die am leichtesten zu identifizieren sind, zumal man nur seinen „Strich“ zu sehen braucht, um ein Werk Max Römers zu erkennen.
Besonderer Dank für die Veröffentlichung des Textes und seine Übersetzung ins Deutsche gilt Eberhard Axel Wilhelm.


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